Kreativität erobert die Stollberger Herrenstraße

 

3 Januar, 2026

Was passiert, wenn junge Künstler leerstehenden Räumen neues Leben einhauchen? In der Stollberger Herrenstraße zeigt eine besondere Ausstellung, wie sich Kunstwerke mit den Schaufenstern eines ehemaligen Sanitätshauses verbinden lassen – überraschend, inspirierend und voller Ideenreichtum.

Auf diese Weise haben die jungen Künstler diese Herausforderung gemeistert: Das linke Schaufenster widmet sich dem Thema „Upcycling – aus alt mach neu“. Viele zahlreiche Kunstprojekte befinden sich dort. So leuchtet ein Schwibbogen aus einem alten Riemenrad, ein Fahrradrad wurde zur Lampe und eine individuell gestaltete Jeansjacke aus 4–5 Jeanshosen zeigt, wie ausgediente Dinge zu Unikaten werden können.

Auf der rechten Seite heißt es dagegen „Kunst heilt ohne Worte“. Farbenfroh bemalte Keramiken und individuell, kreativ gefaltete Servietten, ein Modellhaus aus dem Fachbereich Architektur und Werke der Band 8/2, die ihr eigenes Logo auf einer Leinwand gestaltet haben, bringen Farbe und Lebensfreude in den Alltag.

Drei Schülerinnen und ein Schüler des Carl-von-Bach-Gymnasiums – Nelly Mothes, Wilma Knabe, Lena Georgi und Florian Kunz – präsentieren, inspiriert von ihrer Kunstlehrerin Frau Lippold, ein außergewöhnliches Schaufensterprojekt in der Stollberger Herrenstraße. Die jungen Künstler besuchen momentan die 12. Klasse und hatten sich dazu bereit erklärt, verschiedene Kunstprojekte aus dem vergangenen Schuljahr einem breiteren Publikum zu zeigen.

Doch die Ausstellung bietet noch weit mehr, als auf den ersten Blick zu sehen ist. Wer vorbeikommt, entdeckt immer wieder neue Details und vielleicht sogar Werke, die beim ersten Betrachten verborgen geblieben sind. Die Schaufenster sind abends beleuchtet und laden zu einem Spaziergang mit offenen Augen ein. Ein Besuch lohnt sich also – nicht nur, um Kunst zu erleben, sondern auch, um sich inspirieren zu lassen und vielleicht ganz eigene Ideen für das Neue im Alten zu finden. (Nelly Mothes)